Der Start ins Jahr 2025 war wunderbar. Wie jedes Jahr im Januar ging es zu den Meinl Newsdays nach Gutenstetten. Ein Treffen von weltweiten Meinl Artists, lieben Musikerkollegen und der wunderbaren Familie Meinl,

bei dem man nicht lange erklären muss, warum man trommelt, Musik macht oder die Klangwelten liebt. Man kommt an, ist sofort mittendrin und fühlt die Willkommens-Energie der Familie MEINL. Ich bin dankbar seit 2017 ein Teil dieser Familie zu sein. Instrumente überall, Gespräche an jeder Ecke, spontane Sessions, viel Lachen und diese ganz besondere Mischung aus Party, Austausch und Inspiration. Alte Bekannte, neue Gesichter, Fachsimpelei und Herzgespräche. Diese Tage haben mich getragen und mir wieder einmal gezeigt, wie wertvoll Gemeinschaft unter Musikmenschen ist. Auf dem Foto seht ihr Hannes Auerochs, mein langjähriger Supporter von Meinl, der all meine Ideen und Wünsche so großartig unterstützt.

Multi GONG Meditation – 80 Menschen, ein gemeinsamer Klang

Kurz darauf folgte ein Ereignis, das mich tief bewegt hat. Alexander Renner hat mich zur großen Multi GONG Meditation nach Stuttgart eingeladen. Zu diesem Event kamen 16 Gongs und 18 Gongspielerinnen aus ganz Deutschland zusammen. Für 70 Teilnehmenden und vielen wunderbaren Gongspielerinnen und Gongspielern durfte ich im Rahmen von "Sound for Health and Arts" einen ganz besonderen Event erleben. So viele Gongs in einem Raum, so viele unterschiedliche Menschen und doch ein gemeinsames Wunsch. Zuhören, mitschwingen und sich einlassen. Zu dieser Gongmeditation durfte ich mit allen Teilnehmern ein „Powerdrumming“ vor der großen Gongmeditation anleiten.

„Diese Trommelvibrationen hatten die gewünschte energetisierende Wirkung: Die Körperhaltung richtete sich unmerklich auf, Atemzüge wurden tiefer und kräftiger, und eine spürbare Lebendigkeit erfüllte die Atmosphäre. Als ob die Trommel den Herzschlag des Raumes personifizieren würde, fanden sich viele in einem Zustand wieder, in dem sie einerseits beruhigt und geerdet, andererseits hochgradig wach und präsent waren. Als Vorbereitung für das nun folgende lange Multi-Gongspiel entstand eine außergewöhnliche Synergie aus Zentrierung und Kraft.“ (Zitat aus Sapurana)

Drum Circles – Rhythmus dort, wo Leben ist

Im Laufe des Jahres durfte ich viele Drum Circles gestalten. Sie führten mich in Altenpflegeeinrichtungen, Nachbarschaftszentren, Altberliner Villen an versteckten Orten am Wannsee, Stadtbüchereien und sozialen Einrichtungen. Orte, an denen man vielleicht nicht zuerst an Trommeln denkt. Und genau dort passiert oft das Schönste. Ein vorsichtiger Schritt in den  Raum, das Aussuchen einer Trommel oder Perkussion-Instruments, ein erster Schlag auf der Trommel, ein erstauntes Lächeln und plötzlich leuchtende Augen. Rhythmus kennt kein Alter und keine Biografie. Mit unseren Drum Circles und rhythm-based Evets holen wir die Menschen genau dort ab, wo sie sind. Warum schreibe ich "wir"? Weil ich ohne meine wunderbaren Supporter und Unterstützerinnen meiner Profession und Passion nicht so entspannt nachgehen könnten. Mein herzlicher  Dank geht an Michael, Heike, Lea, Anja, Franziska, Karsten, Marek, Anne und all die anderen Helfer, die mich in ganz Deutschland unterstützen. 

Klangwelten und Family Music Days – Musik für alle Generationen

Auch in diesem Jahr durfte ich wieder auf den Klangwelten Projekttagen zahlreiche Schüler, Schülerinnen und Lehrkräfte mit Drum Circles begeistern. Die Family Music Days gehören mittlerweile zum festen Programmpunkt meinem Jahreszyklus. 2 Tage 6 Drum Circles für jeweils 50 Familien. Hier entstehen perkussive Räume, in denen Familien gemeinsam musizieren konnten. Kinder, Eltern, Großeltern, alle auf Augenhöhe. Wir haben getrommelt, gelauscht, ausprobiert und viel gelacht. Diese Tage hatten für mich etwas sehr Inspirierendes, Erkenntnisreiches und zugleich Erdendes. Warum? Der März war für mich ein besonderer Monat. Zu dieser Zeit befand ich mich noch in der Heilungsphase nach meinem Bänderriss am rechten Sprunggelenk. Diese körperliche Einschränkung hat mir eine wichtige Erfahrung geschenkt: Ich habe gemerkt, dass ich auch ruhiger, ohne große körperliche Aktivität oder Sprünge, einen Drum Circle gut und stimmig anleiten kann.
Der Fokus lag stärker auf Aufmerksamkeit, feinen Impulsen, Achtsamkeit und energetischer Präsenz.
In dieser Zeit ist ein tiefes Vertrauen entstanden, darin, dass meine Arbeit auch dann trägt, wenn ich körperlich eingeschränkt bin. Diese Erkenntnis nehme ich bis heute mit. Musik als gemeinsames Erlebnis, nicht als Leistung. Mein Dank gilt von Herzen der Landesmusikakademie Berlin, die diese beiden Events wirklich jedes Jahr so wunderbar organisieren.

Fortbildungen geben – Wissen teilen, Menschen begegnen, Mentorin sein

Ein großer Teil meines Jahres bestand darin Fortbildungen zu organisieren, die ich an ganz unterschiedlichen und wunderbaren Orten durchführen durfte. Das ist mittlerweile zu einer großen Leidenschaft geworden. Ich freue mich, mein Wissen und meine Expertise mit Achtsamkeit und Humor weitergeben zu dürfen. Diese Arbeit brachte mich auch wieder auf den Herzberg und in ganz neue Gegenden, wie dem bezaubernden Gebirgszug der Niederen Tatra. Jede Gruppe war anders, jede Begegnung ist für mich so einzigartig, jeder Ort hat seine ganz eigene Energie und Atmosphäre. Ich liebe diese Arbeit, weil sie immer lebendig ist. Es geht nicht nur um Inhalte, sondern um Austausch, darum neue Erfahrungen zu machen, Neugierig zu bleiben, gemeinsames Forschen und immer wieder den spannenden Fragen meiner Teilnehmer nachzugehen. Ich bin sehr dankbar, viele meiner Absolventen auf ihrem ganz individuellen Weg zu begleiten, zu bestärken und ihre Mentorin zu sein. Von Herzen möchte ich allen Teilnehmerinnen für ihr Vertrauen danken.

Meine eigene Fortbildung zum „Creative Rhythm Facilitator“ wurde überarbeitet und aktualisiert. In diesem Zusammenhang war mein Aufenthalt im Studio Ritmico Görlitz bei Claudia etwas ganz Besonderes. Zeit, um innezuhalten, Gespräche zu führen, Dinge zu sortieren und weiterzudenken. Diese Begegnung war sehr inspirierend und haben mir neue Perspektiven eröffnet. Sei gespannt auf die Fortbildung, die im April 2026 in Görlitz startet. Dies ist bereits der 5. Durchgang. Wenn du Zeit hast, schau dir gerne hier weitere Informationen an: Fortbildung zum Creative Rhythm Facilitator 2026

Drum Circle Retreat auf dem Ponyhof – Trommeln, Gongs und Lagerfeuer

Ein echtes Herzstück des Jahres war der Drum Circle Retreat auf dem Ponyhof Neuholland. Ein Ort, der entschleunigt, sobald man auf dem großzügigen Anwesen ankommt. Mittlerweile kenne ich diesen wunderschönen Ort schon über 10 Jahre und freue mich immer wieder mit Julia und Anna zusammenzuarbeiten. Besonders freut es mich, dass wir in 2025 zum ersten Mal ein 4-Tages-Retreat angeboten haben. Tagsüber Trommeln, Drum Circles und Gongmeditationen. Abends saßen wir am Lagerfeuer, haben gesungen, gelacht, Gitarre gespielt und Geschichten erzählt. Besonders berührend waren die Gong-Meditationen an der Pferdekoppel. Der Klang, die Tiere in der Nähe, die Natur, der offene Himmel. Das sind die besonderen Momente, die man nicht festhalten kann und genau deshalb so wertvoll sind. Wenn du Lust bekommen hast in 2026 dabei zu sein, dann schau gerne hier auf meine Webseite: Drum Circle meets Gong Retreat

Selbst Lernende bleiben – Der Flumie Workshop mit Bear und Shion bei Oetkens

Auch ich war dieses Jahr mal wieder Teilnehmerin. Ein Flumie-Workshop, den ich in der Gongmanufaktur bei Broder und Ines selbst besucht habe, hat mir neue spielerische Zugänge an meinen Gongs eröffnet. Es tut gut, immer wieder die eigene Komfortzone zu verlassen und sich überraschen zu lassen. Spielen, ausprobieren, scheitern, Neues lernen. All das fließt später wieder in meine eigene Arbeit ein.

Team Events – Wenn Gruppen ihren gemeinsamen Rhythmus finden

Über das Jahr verteilt durfte ich viele Team Events begleiten und immer wieder den zauberhaften Moment vom Übergang erleben, wenn es vom Chaos zum Groove kommt. Darin liegt wirklich ein großer Zauber meine Arbeit. Ich war für Schulen, Banken, Organisationen, Firmen und Einrichtungen im Sozial- und Gesundheitswesen unterwegs. Unterschiedliche Menschen, unterschiedliche Kontexte, getragen von einem gemeinsamen Impuls und Puls: Teams durch Rhythmus zu verbinden. Wenn Rhythmus entsteht, verändert sich etwas. Kommunikation wird leichter, Hierarchien werden weicher und plötzlich entsteht ein Wir-Gefühl, das vorher nicht da war.

Ostalbtour mit Marek – Freundschaft und Musik

Im September ging es auf Ostalbtour, gemeinsam mit meinem lieben und langjährigen Freund Marek, Musiker und Perkussionist. Diese Reise war geprägt von Freundschaft, Vertrauen und gemeinsamer Spielfreude.

Ein besonderer Moment war der 1. Drum Circle in der Stadtbibliothek Laichingen im Rahmen des Projekts Gemeinsam statt einsam. Die Stadtbücherei und die Bürgerstiftung hatten alles sehr fein organisiert und wir haben uns gleich wohlgefühlt. Der Ablauf war so, wie ich es mir es als Facilitatorin immer wünsche, ein Drum Circle Nachmittag mit Pause für Kaffee und Kuchen. Es gab Raum für Begegnung, Gespräche und neue Kontakte. Genau so wünsche ich mir Drum Circles.

In der Kulturrätsche Geislingen trafen wir auf viele sehr erfahrene Djembe-Spieler, was musikalisch besonders spannend war.

Der Abschluss meiner Ostalb-Tour fand in Münsingen statt.  Seit 2015 gebe ich dort Fortbildungen an der Musikakademie Baden-Württemberg. Es war einfach richtig cool in der schönen Zehntscheuer den 10. Open Community Drum Circle gemeinsam mit 120 Teilnehmern zu feiern. Wir haben gerockt! Besonders möchte ich Hannes Auerochs von der Firma MEINL für den langjährigen großartigen Support bedanken. Zu meinem 10-jährigen wurde mir ein Videoclip und eine Fotostrecke geschenkt, die du dir demnächst auf meiner Homepage anschauen kannst. Danke auch dir, lieber Dietmar Leichtle, für die langjährige Zusammenarbeit. Mein Herzensdank geht an dich, lieber Marek für dein Sein und deine Energie. Nun haben wir in Schwäbisch Hall/Steinkirchen eine Zweigstelle von Lust auf Trommeln eröffnet. Alle Buchungen in Süddeutschland werden zukünftig von dort aus organisiert.

Gong-Meditationen – Räume für Tiefe und Stille

Meine Leidenschaft GongMeditationen anzubieten, habe ich in diesem Jahr weiter ausbauen dürfen. Entstanden ist meine eigene Website: Lust auf Klänge. Die Gong-Meditationen begleiteten mich durch das ganze Jahr. Immer wieder diese besonderen Momente, in denen Zeit keine Rolle spielt. Zuhören, loslassen, getragen sein vom Klang. Für viele Teilnehmende, aber auch für mich selbst, waren das wertvolle Inseln im Alltag. Bedanken möchte ich mich bei Michael, einem wunderbaren Freund und wirklich grandiosen Handpanspieler. Wir freuen uns schon sehr auf das nächste Jahr. Schau gerne mal auf meine neue Webseite: Lust auf Klänge

Rhythmus  trifft Medizin - der Hausärzte-Kongress trommelt

Zwischen Fachvorträgen, Kaffeetassen und dem leisen Summen klinischer Routine geschah etwas Unerwartetes: Es wurde getrommelt. Mitten in der Uniklinik Düsseldorf, beim Hausärzte-Kongress, traf Medizin auf Rhythmus und plötzlich bekam der Raum eine ganz andere Energie.

Klang dort zu erleben, wo sonst Zahlen, Diagnosen und Therapien dominieren, war nicht nur spannend, sondern überraschend berührend. Die Trommeln durchbrachen für einen Moment die gewohnte Ordnung, öffneten Ohren und Herzen und erinnerten daran, dass Gesundheit mehr ist als Messwerte. Rhythmus wirkt direkt, ohne Umweg über Worte. Er verbindet, erdet, belebt.

Gerade in diesem medizinischen Kontext wurde spürbar, welches Potenzial Musik für Prävention und Wohlbefinden hat. Kein theoretisches Konzept, sondern eine unmittelbare Erfahrung: Der Körper hört zu, der Atem verändert sich, die Aufmerksamkeit wird wach.

Dieser drum Circle Event blieb im Gedächtnis, weil er mir und allen Teilnehmenden gezeigt hat, wie kraftvoll es sein kann, wenn Wissenschaft und Menschlichkeit, Trommel und Therapie, gemeinsam den Takt angeben.

Wenn du mehr über diesen Kongress lesen möchte, lege ich dir diesen Link ans Herz: Hausärztekonkress 2025

Bedanken möchte ich mich bei Dr. Vera Kalitzkus für das Vertrauen und die großartige Vorbereitung, diesen Drum Circle zu realisieren. Auch hier entstanden Videoclips und eine Fotostrecke, die du demnächst auf meiner Webseite findest.

TeacherTage in Hammelburg – Inspiration, die nachklingt

Die TeacherTage in Hammelburg, organisiert von Percussion Creativ, dem Verband für Schlagzeuger und Perkussionistinnen im DACH-Raum, waren für mich eine rundum bereichernde Erfahrung. Über 100 Schlagzeuger  und Perkussionisten kamen zusammen, getragen von einer gemeinsamen Begeisterung für Rhythmus, Groove und Weiterentwicklung.

Was diese Tage so besonders gemacht hat, war die offene Atmosphäre des Austauschs. Lernen geschah im Miteinander, Gespräche entwickelten sich leicht und inspirierend, neue Impulse entstanden ganz selbstverständlich. Es ging darum, Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und neue Perspektiven zu entdecken. Viele neue Kontakte sind entstanden, neue Buchungen für Fortbildungen wurden abgeschlossen und so feinen Menschen durfte ich begegnen.

Ich habe viele anregende Gespräche geführt, frische Ideen mitgenommen und mich in meinem eigenen Tun bestärkt gefühlt. Die TeacherTage haben mir neue Klarheit gegeben und mich in meiner Ausrichtung gestärkt, sowohl fachlich als auch persönlich.

Hammelburg bleibt für mich als Ort lebendiger Begegnung und wertvoller Impulse in Erinnerung. Tage, die nachwirken und Lust auf mehr machen. Von Herzen danke an den lieben Stephan Maass für die Einladung und alle den wunderbaren Organisatoren vor Ort.

Dankbarkeit – Am Ende bleiben die Menschen

Wenn ich auf dieses Jahr zurückblicke, denke ich nicht zuerst an Termine oder Projekte. Ich denke an all die wunderbaren Menschen, an die inspirierenden Begegnungen, an gemeinsames Lachen, an stilles Lauschen, an Trommeln, an Late-Night-Sessions die verbinden. Musik war wieder einmal der rote Faden, Humor der ständige Begleiter und Dankbarkeit das Gefühl, das bleibt.

Und zum Schluss die Frage: wer mich erdet? - Alva, der Sonnenhund

Seit dem Sommer 2025 bin ich Dogsitterin von Alva, einem lustigen und süßen Labradoodle mit wachem Blick und einem feinem Gespür für meine Stimmung. Sie hat mich zu ihrem Lieblingsmenschen erklärt ,ganz selbstverständlich, ohne große Worte. Und genau so fühlt es sich auch an. Unsere Spaziergänge durch den Berliner Grunewald sind zu einem festen Anker in meinem Alltag

geworden. Stundenlang unterwegs zu sein, das Tempo dem Hund anzupassen, den Wald zu riechen, zu hören, und die Natur zu spüren, all das holt mich aus dem Kopf und zurück in den Körper. Alva lebt im Moment. Sie fragt nicht nach gestern oder morgen, sie zeigt mir, wie einfach es sein kann, da zu sein, im Hier und Jetzt. Einfach wunderbar!

Zwischen Bäumen, Wegen und stillen Momenten entsteht eine tiefe Verbindung: zur Natur, zu ihr und zu mir selbst. Diese gemeinsamen Stunden erden mich, machen mich ruhiger, klarer und glücklicher. Alva erinnert mich daran, dass Erdung oft vier Pfoten hat und ohne Leine durch die Natur stromert. Ich komme mit und danke dir aus tiefstem Herzen, meine liebe Alva.